IMG 8530Anlässlich des Angelatages lud das Ursulinen Gymnasium zu einer Lesung mit dem SZ-Journalisten und Buchautor Tobias Haberl ein. Oberstufenschülerinnen, Lehrkräfte, Eltern sowie zahlreiche Gäste aus Stadt und Landkreis verfolgten in der Aula der Ursulinen Realschule die Ausführungen des Autors und beteiligten sich mit Fragen. Schulleiter Thomas Saller begrüßte den Autor, die Gäste sowie Anita Lehner-Hilmer, stellvertretende Vorsitzende des Förder- und Ehemaligenvereins des Ursulinen Gymnasiums und ging auf die Bedeutung des Glaubens ein. Die Oberstufenschülerinnen hatten sich im Vorfeld mit Haberls Buch „Unter Heiden – Warum ich trotzdem Christ bleibe“ beschäftigt und gemeinsam mit ihrem Religionslehrer Stephan Ertl Interviewfragen vorbereitet. Gelesene Textpassagen wurden anschließend lebhaft diskutiert.

Haberl schilderte seine persönlichen Glaubenserfahrungen und stellte die These auf, dass der Glaube dem Leisen und Unscheinbaren Raum gebe und eine Gegenwelt zu den Zwängen und Ängsten der Gegenwart bilde. Der moderne Mensch leide unter dem Verlust des Glaubens. Auf Fragen nach notwendigen Veränderungen in der Kirche betonte der Autor die Bedeutung des Gemeinsamen und des Zuhörens. Kirche müsse besser vermitteln, was Christsein bedeute und worin dessen Wert liege. Um die Zukunft des Christentums zeigte er sich angesichts der wachsenden Weltkirche zuversichtlich.

Beiträge aus dem Publikum machten deutlich, dass auch heute ein starkes Bedürfnis nach Spiritualität bestehe. In einem weiteren Buchauszug berichtete Haberl von seiner katholischen Kindheit, in der er die Gelassenheit des Glaubens erfahren habe. Rituale und kirchliche Feste hätten dem Leben Struktur verliehen, die im digitalen Zeitalter oft fehle. Den Tod bezeichnete der Autor als einen wichtigen Teil des Lebens, der stärker ins gesellschaftliche Bewusstsein rücken müsse. Abschließend erklärte Haberl, sein Buch sei eine Einladung an junge Menschen, Jesus Christus kennenzulernen und Vorurteile gegenüber dem Glauben abzubauen. Er ermutigte sie, als freudige Menschen durchs Leben zu gehen und im Glauben Sinn zu finden. Zum Ende der Veranstaltung erinnerte Thomas Saller an den Gedenktag der heiligen Angela Merici und dankte allen Beteiligten sowie dem Förderverein und der KEB für die Unterstützung der Lesung.