MicrosoftTeams image 12„Ciao ragazze!“– Oft haben unsere Schülerinnen diese Begrüßung im Wahlfach Italienisch dieses Jahr gehört. Unser Kompaktkurs hat, trotz der von der Pandemie verursachte Situation, stattgefunden, teils im Präsenzunterricht und teils online.

 

Unser Ziel: Die Sprache zu vermitteln, einige Aspekte der italienischen Kultur zu entdecken und einen Vergleich unserer zwei europäischen Länder zu ermöglichen.

Eine Sache, die vielleicht in diesem Schuljahr verhindert wurde, ist die Möglichkeit der Interaktion und des Kontaktes mit anderen Personen. Und diejenigen, die am meisten darunter leiden, sind junge Menschen, die sich sonst in der Schule oder in außerschulischen Aktivitäten treffen, so wie im jährlichen Austauschprogramm mit unserer italienischen Partnerschule der Kongregation der Sacra Famiglia in Castelletto di Brenzone, am Gardasee: Eine langjährige Austauschtradition, bei der die Schülerinnen Italien auch hautnah erleben dürfen.

In der Regel wird das Austauschprogramm im Kompaktkurs Italienisch zuerst eifrig vorbereitet und dann heißen wir italienische Schüler/innen aus Castelletto für eine Woche bei uns willkommen. Anschließend sind wir es, die mit unserem Gepäck, das halb leer am Anfang und dem Explodieren nah am Ende, Italien erobern.

MicrosoftTeams image 11Aber dieses Jahr mussten wir einiges in virtuelle Realität umwandeln. Sogar unser Gepäck! Was tun also, damit die Schülerinnen den Eindruck haben, Italien existiere noch?

Einer der Vorteile des Online-Lebens ist es, die räumlichen Grenzen in Luft aufzulösen. Somit konnten wir uns trotzdem ein wenig „in Italien“ fühlen und italienische Gäste „empfangen“.

So erlebten wir in drei internationalen Online-Konferenzen mit der Austauschklasse unserer Partnerschule. Ein Austausch anderer Art.

MicrosoftTeams image 13Nach einer ersten Konferenz, in der wir uns kennen lernten, wurden von den Schülerinnen Berichte über die Schulsysteme unserer Länder vorgetragen. Im dritten Treffen mussten wir auch die kulinarischen Spezialitäten Italiens und Bayerns „virtualisieren“ und uns eher mit Präsentationen und Fotos begnügen, als mit reellen Beispielen. „Das macht nichts! Jetzt wisst ihr, was man so alles essen kann…!“, war mein Versuch, den Schülerinnen die virtuellen Rezepte doch ein wenig schmackhafter zu präsentieren. Ich bin aber fast sicher, dass sich manche schon eine Liste aufgeschrieben haben, was sie demnächst in Italien verkosten wollen.

Die Hoffnung auf einen baldigen Besuch ist immer noch da. Mittlerweile bereiten wir uns vor und lernen die Verben, die Pluralformen, und manche Alltagssätze in Italienisch.

Also: „Arrivederci ragazze! Alla prossima! Wir sehen uns nächstes Jahr!“

Eleonora Riccadona