Blühwiese umgegrabenVor allem in den letzten Jahren wurde durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ oder die „Fridays for Future“ - Demonstrationen großer Fokus auf Klima- und Umweltschutz gelegt. Besonders in den Städten steigt die Belastung durch Schadstoffe und es sind weniger Pflanzen und Tiere als auf dem Land zu sehen. Wir, das P-Seminar Chemie der Q11, wollen diesem Umweltproblem wenigstens ein kleines bisschen entgegenwirken.

 

 Unser Projekt „CO2-Speicherung in urbanen Räumen durch gezielte Integration von autochthonen Pflanzen“ beschäftigt sich mit heimischen Pflanzen, die teilweise sogar vom Aussterben bedroht sind. Um die Artenvielfalt zu erhalten, legen wir mit unseren Lehrerinnen Frau Dr. Nadine Sperl und Frau Gudrun Graf eine Blühfläche im Klostergarten an der Ecke Burggasse und Hofstatt an.

Bereits zu Beginn des Schuljahres hat uns Herr Jörg Mildenberger von der Stadtgärtnerei Straubing umfassend über die Pflanzenarten und weitere Grundlagen unseres Projektes informiert. Er wird weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und uns professionell bei der Umsetzung unterstützen.

Dieses gewonnene Wissen geben wir Grundschulklassen aus der Umgebung weiter. Sie dürfen die Wiese zudem mit gebastelten Schildern für Pflanzen verschönern, für die eine sogenannte Blühpatenschaft übernommen wird. Somit setzen sich die Kinder schon früh mit dem Thema Umwelt- und Insektenschutz auseinander.

Aufgeteilt in kleinere Gruppen haben wir bereits Videobotschaften an die Grundschüler verschickt. Da wir aufgrund der Einschränkungen durch die derzeitige Pandemie leider noch nicht die Möglichkeit hatten, persönlich an deren Schule zu kommen, wurde hiermit ein guter Weg gefunden, ersten Kontakt aufzunehmen und sie neugierig zu machen. Auch das gemeinsame Umgraben und Auflockern der vorgesehenen Fläche musste wegen Homeschooling verschoben, und anschließend von den Lehrkräften und der Stadtgärtnerei Straubing alleine in Angriff genommen werden. Am Donnerstag, den 22.April, war es uns jedoch dank schönstem Sonnenschein möglich, bereits die ersten autochthonen Zöglinge zusammen einzupflanzen. In wenigen Wochen findet die Aussat der Samenmischung auf der übrigen Fläche statt.

Mit regelmäßigen Homepageberichten sowie Zeitungsartikeln im Straubinger Tagblatt wird natürlich zum einen die Schulfamilie, aber auch ganz Straubing auf dem Laufenden gehalten.

Obwohl die derzeitige Situation bis jetzt so manchen Strich durch die Rechnung gemacht hat, lassen wir uns nicht unterkriegen und freuen uns darauf, im Sommer eine Blütenpracht in der Stadt, und noch wichtiger,  ein Zuhause für ganz viele Insekten- und Pflanzenarten geschaffen zu haben.

(Julia Neuner, Q11)