02dIm Januar haben die Schülerinnen der Q12 ihren W-Seminarlehrkräften sowie Mitschülerinnen ihre W-Seminararbeiten präsentiert.

Nachdem sie im November ihre schriftlichen Arbeiten bei der jeweiligen W-Seminarlehrkraft eingereicht hatten, galt es nun, wesentliche Ergebnisse in einem Vortrag zu präsentieren. Dank Videokonferenzen war dies auch im Homeschooling problemlos möglich, auch wenn es für die eine oder andere vielleicht doch etwas ungewohnt war, beim Referieren die Zuhörer nicht im gleichen Raum vor sich sitzen zu haben.

 

img031Im W-Seminar „Alpen – Raum vielfältiger historischer Entwicklungen“ wurden sehr unterschiedliche Themen gewählt. Manche Seminarteilnehmerinnen beschäftigten sich mit historischen Personen, wie Hannibal und seinen Weg über die Alpen oder Ötzi, oder gaben einen Einblick in den umfangreichen Sagenschatz des Alpenraums. Andere zeigten dessen wirtschaftliche Entwicklung. Dass heute der Dienstleistungssektor die wesentliche Einnahmequelle darstellt, konnte so und mit weiteren Arbeiten, die sich mit den Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in den Alpen auseinandersetzen, gezeigt werden. Ebenso wurde die verkehrstechnische Erschließung der Alpen vorgestellt, beginnend mit den römischen Alpenpässen über die zahlreichen Überquerungsmöglichkeiten des Gotthards bis hin zum NEAT-Projekt. Wie die Bedingungen in den Alpen auch Einfluss auf die Weltkriege hatten, wurde in weiteren Arbeiten aufgezeigt.

Auch wenn die Alpen zu allen Zeiten die Menschen vor große Herausforderungen gestellt haben, ihre Erschließung war immer ihr Ziel. Auch heute noch sind die Alpen Sehnsuchtsort vieler.

 

Im W-Seminar „Modernes Management im Unternehmen“ beschäftigten sich die Seminarteilnehmerinnen mit den vielfältigsten Fragen zum Thema Unternehmensführung. Jede Schülerin nahm für ihre Seminararbeit Kontakt zu einem oder mehreren Unternehmen oder sogar Wirtschaftsexperten auf und stellte dabei interessante Aspekte zu ihrem Thema fest.

Management hat viele verschiede Ausprägungen, wie zum Beispiel

  • Informationsmanagement – Wie werden Informationen in einem Unternehmen selektiert und wie trifft man die richtige Auswahl?
  • Brandmanagement – Welche Rolle spielen Marken in unserer modernen Wirtschaftswelt?
  • Tourismusmanagement – Hat sich der Bayerische Wald zum Zielort von Luxusurlaubern entwickelt?
  • Qualitätsmanagement – Wie wird dieses in Krankenhäusern umgesetzt?
  • Umweltmanagement – Wie setzen Unternehmen die vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien zum Umweltschutz um?
  • Lean Management – Die japanische Management-Philosophie um Verschwendung zu vermeiden

Aber auch die Analyse des Leitbildes der Ursulinen-Schulstiftung und die Bewertung der Chancen und Risiken eines Familienunternehmens wurden in den Arbeiten untersucht.

 

„Geometrische Optik“ lautete der Titel eines weiteren Seminars. Hier standen optische Geräte wie Mikroskope, Spiegelteleskope und Fernrohre im Mittelpunkt. In den zugehörigen Arbeiten wurden neben deren Funktionsweise auch deren historischer Entwicklungsprozess von den Anfängen bis zur heutigen Zeit dargelegt. So waren beispielsweise Galileo Galilei und Isaac Newton maßgeblich an der Entwicklung von Fernrohren beziehungsweise Spiegelteleskopen beteiligt. Neben den historischen Gerätemodellen wurden auch die jeweiligen aktuellen Generationen von Mikroskopen und Spiegelteleskopen vorgestellt, beispielweise das Weltraumteleskop „Hubble“ und moderne Elektronenmikroskope. In einer Arbeit wurden die handwerklichen Fertigkeiten in der Glas- und Linsenherstellung von Joseph von Fraunhofer vorgestellt. Seine akribischen Beobachtungen ermöglichten es, Wissenschaftlern beispielsweise durch die Spektroskopie große Fortschritte zu machen. Weitere Schwerpunkte bildeten optische Naturbeobachtungen wie etwa Regenbogen und Lichtsäulen, die durch die Brechung und Reflexion von Licht an Wassertropfen beziehungsweise Eiskristallen entstehen. Andere Arbeiten setzen sich eingehend mit modernen Lichtleitern und deren Verwendung zur Signalübertragung und in der medizinischen Diagnostik auseinander. Unsere moderne Informationsgesellschaft wäre ohne die Möglichkeit der Datenübertragung mit Glasfasertechnik undenkbar, eine ebenso große Bedeutung haben in der Medizin Diagnose- und Therapiemöglichkeiten mit Endoskopen erlangt.