Startbild

Im Rahmen unseres W-Seminars “Ursulinen- starke Schulen, starke Frauen” durften wir ganz besondere Eindrücke unserer Schule sammeln: Die Oberin unseres Klosters, Sr. Judith Reis, führte uns  durch das Ursulinen Kloster, erzählte uns die Geschichte des Klosters, starker Frauen und brachte uns auch ihre eigene bewegende Lebensgeschichte näher.  

 

Wie und warum kamen die Ursulinen überhaupt nach Straubing? Wie sieht eigentlich der Wohnbereich unserer Klosterschwestern aus? Fragen, auf die Sr Judith informativ und interessant antwortete.  Es war schon zu diesem Zeitpunkt interessant, um wie viel größer unser Schulgebäude eigentlich ist. Es folgte eine Führung mit vielen privaten Einblicken in das Klosterleben, verknüpft mit Erinnerungen und Erzählungen über Menschen, die das Kloster nachhaltig beeinflusst haben, beispielsweise zwei Schwestern, die im 19. Jahrhundert nach Straubing kamen, um das Kloster aus einer Krise heraus wiederaufzubauen. Kurze Zeit später gingen drei Schwestern in die USA, genauer gesagt nach Louisville, Kentucky und bauten dort ein weiteres Kloster auf, welches heute immer noch besteht und auch heute noch eine Bildungsstätte ist. Nachdem wir viel über die Geschichte unserer Schule gelernt hatten, setzten wir uns noch zusammen und Schwester Judith beantwortete uns alle möglichen Fragen rund um das Kloster, die Schule mit Internat und auch über sie selbst: Beispielsweise war sie selbst Schülerin hier an dieser Schule und findet es faszinierend, wie viele Schülerinnen Ursulinenschulen weltweit besuchen und welche Identität dahintersteckt. Dass wir Schülerinnen in ihrem Zuhause zur Schule gehen, empfindet sie als große Bereicherung und freut sich, wenn manchmal auch Gespräche entstehen. Außerdem steht die Oberin des Klosters in regem Austausch mit den Schulleitungen unserer Schulen sowie der Geschäftsführung der Ursulinenstiftung, wodurch sie auch Anteil am Leben der Personen in unserer Schule nimmt. Eine der letzten Fragen war die Frage nach geschlechtergetrennten Schulen und deren Vorteile. Sie selbst sieht große Vorteile und immenses Potential dahingehend, dass Mädchen ihre Persönlichkeit entfalten können und allgemein selbstbewusster werden, in dem, wer sie sind und wer sie sein möchten. Als Abschluss schenkte Schwester Judith jeder von uns noch ein kleines Heft mit Gebeten der heiligen Angela, die uns künftig begleiten werden.  

Nach einer kurzen Zeit der Verwirrung von Seiten der Schülerinnen, wo wir denn wieder aus dem Kloster herauskommen und der Erkenntnis darüber, in welchem Teil unserer Schule wir uns nun befinden, mussten wir uns leider wieder verabschieden. Allerdings hätten wir den Erzählungen von Sr. Judith über ihr bewegtes Leben noch mindestens weitere drei Stunden lauschen können.