2020 11 09 Workshop Etikette Kl 10 3Das Wort „Etikette“ erscheint heutzutage gelegentlich als ein etwas altbackenes Relikt aus früheren Zeiten. Dennoch ist der richtige und höfliche Umgang in vielen Situationen bis heute unerlässlich.

 

Sowohl bei Bewerbungsgesprächen oder im späteren Beruf, als auch im alltäglichen Leben gibt es immer wieder Situationen, in denen gutes Benehmen entscheidend für Erfolg oder Misserfolg sein kann. Aus diesem Grund beschäftigten sich die Schülerinnen der zehnten Klasse im Rahmen eines aufschlussreichen und informativen Workshops von Herrn Rümenapp von der Barmer Krankenversicherung mit diesem zeitlosen Thema. In Deutschland versteht man beispielsweise unter dem Begriff „Höflichkeit“ Werte wie rücksichtsvolles Verhalten, höflichen Ausdruck, Pünktlichkeit, gute Tischmanieren, Zivilcourage, Hilfsbereitschaft und Toleranz. Grundsätzlich können sich aber diese Werte von Land zu Land stark unterscheiden. So zeigen sich etwa bei den Begrüßungsformen deutliche Unterschiede im Vergleich zu Ländern wie Frankreich, wo der Wangenkuss unter Freunden und Bekannten Gang und Gäbe, hierzulande jedoch völlig unüblich ist. Die Schülerinnen ihrerseits hatten diesbezüglich bereits klare Vorstellungen, was sich gehört und was nicht. Victoria findet es beispielsweise nicht angebracht, wenn „einem die Leute in einem Gespräch nie richtig in die Augen sehen können“. Für Lena ist es hingegen respektlos, „mitten im Erzählen oder Reden unterbrochen zu werden“.
Eine weitere wichtige Rolle spielt außerdem der gute Ton. Darunter versteht man Verhaltensweisen wie ein gesundes Maß an Augenkontakt, das Einhalten von Distanzregeln, den richtigen Gebrauch von Du und Sie, den angemessenen Tagesgruß sowie einfache Umgangsregeln wie das Sagen von Bitte und Danke. Letztlich hat der richtige Umgang miteinander in unserer Gesellschaft nach wie vor eine sehr große Bedeutung. So gilt laut Herrn Rümenapp bis heute der Grundsatz, dass „nur wer sein Gegenüber besonders behandelt, auch als etwas Besonderes wahrgenommen wird“.