20200305 094911Im Rahmen des Religionsunterrichts besuchte die 9. Jahrgangsstufe des Gymnasiums der Ursulinen mit ihren Lehrkräften Frau Brix und Frau Rothamer die Synagoge in Straubing. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Frau Svetlana Zap die Schülerinnen recht herzlich und freute sich über deren großes Interesse sowohl an der Geschichte des Bauwerks als auch an der religiösen Praxis im Judentum, wie zum Beispiel verschiedene Feste im jüdischen Kalender gefeiert werden.

Dabei ist nicht zu übersehen, dass es viele Gemeinsamkeiten zwischen den christlichen und jüdischen Glaubensgemeinschaften gibt, schon allein deswegen, weil sie beide monotheistisch geprägt sind.

Im Laufe der weiteren Führung konnte Frau Zap auf eindrucksvolle Weise den Mädchen erzählen, wie der jüdische Alltag in Straubing aussieht und wie streng die Speisegesetze im jüdischen Glauben umgesetzt werden. Außerdem durften die Schülerinnen in den geöffneten Thoraschrank blicken und die mit Edelsteinen und Goldfäden wundervoll verzierten Thorarollen betrachten.

Vor allem in der heutigen Zeit, die verstärkt von rassistischen und antisemitischen Tendenzen innerhalb der Gesellschaft geprägt ist, ist es wichtig, mit dem Besuch der Synagoge ein Zeichen für den interreligiösen Dialog zu setzen. Um Vorurteilen entgegenwirken zu können, muss man andere Religionsgemeinschaften erst einmal kennen lernen. Deshalb liegt der Fachschaft Religion besonders am Herzen, den Schülerinnen nicht nur im Unterricht, sondern auch außerhalb von diesem einen Einblick in den jüdischen Alltag zu bieten.

Solidarität mit anderen Religionsgemeinschaften, insbesondere mit dem Judentum, kann man nicht lehren, sondern muss direkt erfahren und gelebt werden.