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63574 km – das ist die Strecke, die das mitgebrachte Frühstücksobst der 6. Jahrgangsstufe zurücklegte. Ein Anstoß, um sich Gedanken über die Herkunft unserer täglichen Gebrauchsgegenstände zu machen. Den Gedenktag der heiligen Angela Merici, der Gründerin der Ursulinen, nutzten Schülerinnen und Lehrkräfte, um sich unter dem Motto „Wertschätzendes Miteinander, gestern, heute, morgen“ mit den Themen Umwelt- und Klimaschutz sowie fairer Handel auseinanderzusetzen.

 

Im gemeinsamen Gottesdienst stand der erste Leitsatz des neuen Schulprofils der Ursulinen Schulstiftung „Wir vermitteln Wissen, Können, Herzensbildung und fördern das Miteinander in der Gesellschaft“ im Zentrum. Damit wertschätzendes Miteinander auch in Zukunft weltweit möglich ist, müssen wir schon heute gemeinsam nachhaltig denken. Im Anschluss informierten, erörterten und diskutierten in jeder Jahrgangsstufe die Schülerinnen altersgerecht über ihre eigenen Möglichkeiten, ihre Verantwortung sowie die gesellschaftliche Verantwortung für ein grüneres Miteinander.

Fair Trade – Wertschätzung gegenüber den Produzenten von Lebensmitteln war das Thema der 7. Jahrgangsstufe. Dazu gehört auch eine faire Bezahlung für Lebensmittel und andere Produkte – sei es für die Milch aus Bayern oder den Kaffee aus Südamerika. Dabei gingen die Mädchen interessanten Fragen nach, wie z.B. „was ist eigentlich Fair Trade?“ „Unter welchen Bedingungen müssen die benachteiligten Produzenten von Erzeugnissen in der „Dritten Welt“ leben?“ „Seit wann gibt es historisch gesehen diesen fairen Handel?“ Unterstützt wurden die Mädchen von Sabine Schlosser vom Amt für Tourismus Straubing, die über  „Fair Trade in Straubing“, also wie die Stadt Straubing all dies in der Praxis umsetzt, äußerst informativ referierte.DSC 0586

„Welche Stationen hat eine Jeans durchlaufen, bis man sie  kaufen kann?“ diese Fragestellung erarbeitete sich die 8. Jahrgangsstufe. Transportwege, Billiglöhne und teilweise menschenunwürdige Produktionsbedingungen wurden ebenso thematisiert.

Auch mit umweltbewussten Konsumverhalten handelt man für ein zukunftsorientiertes Miteinander. Dass eine vegetarische Pizza mit mediterranem Gemüse eine fast gleiche CO2-Bilanz wie ein fleischhaltiges Gericht aufweist, hätten die meisten Schülerinnen nicht gedacht. Um im Alltag ganz einfach umweltfreundlicher einkaufen zu können, gestalteten Schülerinnen der 10. Jahrgangsstufe einen Kalender mit Obst und Gemüse aus der Region, jeweils der Jahreszeit entsprechend. Zudem ermittelten sie auch, wo man diese im Straubinger Raum konkret kaufen kann. Als kleine Kostprobe erhielten die Schülerinnen einen regionalen Smoothie.DSC 0583

Alternative Energien waren das Thema Q11. Im Mittelpunkt standen dabei aktuelle Hochrechnungen zum Potenzial von regenerativen Energien. Diese wurden dem durchschnittlichen Energieverbrauch pro Tag einer Person pro Tag gegenübergestellt. Besonders informativ waren Betrachtungen zum sogenannten „indirekten Verbrauch“ eines Gegenstands. Dabei werden die gesamten Energieaufwendungen, ausgehend vom Rohmaterial bis hin zur Entsorgung miteinbezogen. Anschließend machten sich die Schülerinnen mit Hilfe eines Energieplanspiels das Zusammenwirken von verschiedenen Kraftwerksarten zur Abdeckung des Energiebedarfs einer Region deutlich. Dieser Energiebedarf ist abhängig von Jahres- und Tageszeit erheblichen Veränderungen ausgesetzt. Da zu jeder Sekunde die Stromproduktion dem Verbrauch entsprechen muss, ist Systemdenken gefordert.  

Schon Angela Merici sagte „Und wenn in Anbetracht der Zeiten und der Erfordernisse etwas verändert werden soll, dann tut es klug und mit gutem Rat“. Das Programm dieses Tages gab den Schülerinnen umfangreiche Denkanstöße zum eigenen Konsum- und Mobilitätsverhalten sowie viele Informationen zum besseren Verständnis des (Energie-) Versorgungssystems und zur besseren Beurteilung von politischen Entscheidungsprozessen mit auf den Weg.

Zum Projekt "Saisonal Essen" finden Sie hier auf der Homepage noch einen tiefgehenderen Artikel.