„Social networks und deren Folgen“ - Fortbildung am Ursulinen Gymnasium am 21. September 2018

Wie in jedem Schuljahr fand am Ursulinen Gymnasium eine Fortbildung zu einem aktuellen Thema statt, das im Schulalltag immer wieder zur Sprache kommt. Als Referent stellte sich Herr Frank Heindl, Polizeihauptmeister der Polizeidirektion Straubing zur Verfügung. Er ist immer wieder in Schulen zu Gast, um gerade die Jugendlichen über die Gefahren der Internetnutzung aufzuklären.
Er plädierte vehement dafür, dass Kinder und Jugendliche den Umgang mit dem Internet und mit dem Smartphone erst erlernen müssen, ganz ähnlich wie später den „Umgang" mit einem Auto. Dies leitete er aus der Aufsichtspflicht ab, die im Bürgerlichen Gesetzpunkt verankert ist. Es gehöre zur Pflicht der Eltern, ihr Kind vor Gefahren zu schützen und auch dafür zu sorgen, dass auch andere keinen Schaden durch ihr Kind, in welcher Form auch immer, erleiden. Daraus folge die wichtige Aufgabe, dass Eltern immer wieder einen Blick in die Handys ihrer Kinder werfen, ganz unregelmäßig und unangekündigt.
Die Pädagogen und Lehrkräfte informierte er über die wesentlichen Straftaten, die im Gebrauch eines Smartphones möglich sind:
- Die Verletzung des „Rechtes am eigenen Bild" – wenn ungefragt mit dem Handy Bilder gemacht werden und diese dann unberechtigt ins Internet gestellt werden
- WhatsApp: erst erlaubt ab 13 Jahre – hier wird die Altersbegrenzung eindeutig nicht eingehalten
- Instagram: erst ab 16 Jahren – auch hier konnten die Pädagogen ganz andere Erfahrungen berichten
- YouTube: erst ab 18 Jahren, begründet mit der Tatsache, dass hier auch alle möglichen Straftatbestände zu sehen und zu finden sind – dies wurde in der EU auf 16 Jahre herabgesetzt – Pädagogen schilderten von den YouTube-Stars , denen die Kinder folgen
Herr Heindl wies auch auf die Unsicherheit von öffentlichen WLAN-Netzen hin. So könne dort jeder einigermaßen Kundige relativ leicht an sensible Daten, wie sogar Bankverbindungen herankommen. Er selbst habe dies einmal in einem Selbstversuch am Straubinger Stadtplatz verfolgen können.
Wichtig in der Einschätzung möglicher Folgen ist auch die Tatsache, dass zwar strafrechtliche Folgen erst ab 14 Jahren zu befürchten sind, aber in der Regel die Eltern die Vertragspartner für die Mobilfunkanbieter sind. In diesem Falle sind sie auch haftbar. Und nicht zu vergessen – zivilrechtliche Folgen greifen bereits ab einem Alter von 7 Jahren.
Die Teilnehmer an der Fortbildung setzten sich aus den Ganztags-Lehrkräften, dem Team der Offenen Ganztagsschule und Kolleginnen aus der Fachakademie zusammen. Sie bedankten sich bei dem Referenten Frank Heindl für die nüchterne, aber sehr aufschlussreiche Darstellung über die Folgen der Nutzung sozialer Netzwerke.