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Schülerpraktikum des Jung Chemiker Forums

vier Schülerinnen an der Universität Regensburg


Am 28. und 29. September hatten vier Schülerinnen der Oberstufe die Möglichkeit, an dem jährlich stattfindenden Schülerpraktikum des Jung Chemiker Forums Regensburg teilzunehmen.
Im Vorfeld wurden aus einem umfangreichem Skript, das jede Schülerin eigens erhielt, jeweils vier Versuche nach persönlichem Interesse ausgewählt, die man an den zwei Tagen durchführen wollte. Zu Beginn des ersten Tages konnten sich die Schüler Laborkittel sowie Schutzbrillen ausleihen, bevor sie einen interessanten Vortrag zum Thema „Chemiestudium in Regensburg und damit verbundene Berufschancen" hörten. Anschließend folgte eine Sicherheitsunterweisung, die die Schüler auf mögliche Gefahren im Umgang mit den verschiedenen Chemikalien sowie auf das richtige Verhalten im Labor, hinweisen sollte.
Nach dem theoretischen Teil ging es dann endlich in die Labore, um mit der praktischen Chemie vertraut zu werden. Die anwesenden Schüler wurden in kleine Gruppen zu je vier Personen eingeteilt und bekamen einen erfahrenen Assistenten an die Seite, der die Versuche anleitete und jederzeit für Fragen zur Verfügung stand.
Eine Zusammenarbeit aus mehreren Gruppen war die Darstellung von Silicium, bei der zunächst ein Seesand-Aluminiumgrieß-Schwefel-Gemisch hergestellt und anschließend im Freien, aufgrund der beträchtlichen Gasentwicklung, gezündet wurde (Abb. 1). Nach dem Erkalten der Schmelze, musste das Festgemisch weiter mit Wasser und konzentriertem Wasserstoffchlorid behandelt werden, um schließlich, am zweiten Tag, eine schwarze, glänzende Kristallmasse zu erhalten – das Rohprodukt Silicium (Abb. 2).
Weitere Versuche konnten beispielsweise die Sublimation von Campher (Abb. 3), Ferrofluide oder Darstellung von Acetatgläsern (Abb. 4) sein. Insgesamt wurden die klassischen Bereiche der Anorganischen, Organischen, Physikalischen und Analytischen Chemie thematisiert, sodass die Schüler eingeladen waren, grundlegende Theorien zu verstehen und praktische Fertigkeiten zu trainieren. Durch das praktische Arbeiten mit diversen Glasgeräten und Chemikalien sammelten die Schüler neue, prägende Erfahrungen und gewannen einen tieferen Einblick in die faszinierende Naturwissenschaft Chemie. Dabei erfuhren die Jugendlichen jedoch auch, dass es zum Forschen bzw. Experimentieren dazugehört, dass Versuche scheitern können, man sich davon aber nicht abschrecken lassen solle.
Am ersten Tag bekamen die Teilnehmer außerdem die Möglichkeit, sich bei einem gemeinsamen Kaffee und Keksen mit Professoren der chemischen Fakultät der Universität Regensburg auszutauschen, Fragen zu stellen und Kontakte zu knüpfen. Anschließend ging es zurück in die Labore und es wurde weiter experimentiert.
Freitagmittag gingen für die zum Teil weit angereisten Schüler zwei interessante, lehrreiche Tage an der Universität zu Ende. Da das praktische Arbeiten im Chemieunterricht aufgrund des strammen Lehrplans meist zu kurz kommt, profitierten die Schüler sehr von dem extra für Schüler organisierten Praktikum des Deutschen Jung Chemiker Forums.

 

Lisa Müllerbauer, Q12