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Schülerinnen der 9. und 10. Klassen in Romans-sur-Isère

35 Jahre Schüleraustausch des Ursulinen Gymnasiums mit dem Lycée Saint-Maurice

 

Im Januar feierten Franzosen und Deutsche den 54. Jahrestag des Élysée-Vertrages. Große Politik und hohe Ziele müssen mit Leben erfüllt werden: Das taten die 23 Schülerinnen der 9. und 10. Klassen, als sie sich kürzlich aufmachten, ihre Austauschpartner in Romans persönlich kennen zu lernen. Zuvor waren sie schon mehrere Wochen per E-Mail oder über die sozialen Medien miteinander in Kontakt.

 

Seit 35 Jahren findet nun schon der Schüleraustausch zwischen dem Ursulinen-Gymnasium und dem Lycée Saint-Maurice in Romans-sur-Isère statt. Nur wenige Schulen haben wohl das Glück, eine so lange andauernde Partnerschaft mit einem französischen Lycée pflegen zu dürfen. Dass das bei uns der Fall ist, erfüllt uns mit Freude und auch mit Stolz - zeigt sie doch die Verlässlichkeit und das große Engagement der Deutsch- bzw. der Französischlehrkräfte der beiden Partnerschulen als auch die Motivation der Schüler für die Fächer Französisch und Deutsch.

 

Durch ihren Aufenthalt in den französischen Gastfamilien konnten sich die Mädchen selbst ein Bild von der Lebensweise unserer westlichen Nachbarn machen und die im Unterricht erworbenen Sprachkenntnisse anwenden und verbessern. Da der Austausch im Rahmen der Städtepartnerschaft Straubing-Romans stattfindet, stand wie immer ein Empfang im Rathaus auf dem Programm. Neben dem Schulbesuch - u.a. auch einer gemeinsamen Kletterstunde in der Turnhalle oder einer Deutschstunde zur Erstellung von Logos zum Schüleraustausch -, der den Schülerinnen einen Eindruck von dem doch recht unterschiedlichen französischen Schulsystem vermittelte, sind es die zahlreichen Besichtigungen und Ausflüge, die solch ein Austauschprogramm interessant machen.

Die Stadtführung in Romans wurde ergänzt durch den Besuch in einem Bäckereimuseum, in dem die Mädchen über das traditionelle Gebäck der Stadt, die "Pogne" informiert wurden. Der Besuch im Schuhmuseum zeigte die Geschichte dieses für die Stadt Romans einstmals wichtigsten Gewerbes auf. Eine weitere Station des Besuchsprogramms war Hauterives mit dem "Palais Idéal du facteur Cheval". Höhepunkte waren die Ausflüge nach Montélimar, Eyguebelle und Lyon. In der Manufaktur Arnaud Soubeyran konnten sich die Mädchen in einer lehrreichen Ausstellung über die Geschichte der Nougatherstellung in Montélimar informieren und in der Brennerei Eyguebelle konnte man bei der Likör- und Sirupherstellung zu sehen - in beiden Betrieben selbstverständlich mit "dégustation", das heißt, man durfte probieren. In Lyon beeindruckte die Stadtführung durch das alte Lyon mit seinen "traboules" und natürlich der überwältigende Blick über die Großstadt Lyon vom Fourvière-Hügel aus.

Am Wochenende boten viele Familien ihrem deutschen Gast Ausflüge nach Valence, zu der Grotte de Choranche, einer Tropfsteinhöhle, oder gar nach Aix-en-Provence an und ergänzten damit das offizielle Programm. Schlusspunkt dieser interessanten Woche war ein gelungener deutsch-französischer Abschiedsabend am Lycée Saint-Maurice. Unsere Familien warten nun Anfang April auf den Gegenbesuch, wo auch sie die Austauschpartnerin oder den Austauschpartner ihrer Tochter kennen lernen werden.