Französische Austauschschüler zu Besuch am Ursulinen Gymnasium

Eine neue Generation von französischen Schülern aus Romans-sur-Isère
vertieft die Freundschaft zum Ursulinen Gymnasium

 

Die reiche Geschichte Straubings, die faszinierende Altstadt Regensburgs, die großen Köpfe der Deutschen in der Walhalla, Glasbläserkunst in Arnbruck, das Deutsche Museum in München, das Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe in Straubing – 26 französische Schülerinnen und Schüler vom Lycée Saint-Maurice in Romans-sur-Isère haben bei ihrem Aufenthalt in Straubing eine Menge über Kultur, Geschichte und Lebensgewohnheiten in Bayern erfahren. Dass dabei auch Spaß und Sport nicht zu kurz kamen, dafür sorgten die Lehrer und Schülerinnen unseres Gymnasiums, die ihren Gästen sechs Tage lang ein ebenso abwechslungsreiches wie anspruchsvolles und unterhaltsames Programm boten. In den Gastfamilien erwarteten die französischen Austauschschüler zudem eine herzliche Atmosphäre und zahlreiche Einblicke in den ganz normalen Alltag deutscher Familien. Die Fachschaft Französisch hatte alle Weichen gestellt, dass der Austausch ein großer Erfolg wurde und einer Vertiefung der deutsch-französischen Freundschaft nichts im Wege stand.
Diese betonte auch zweite Bürgermeisterin von Straubing, Maria Stelzl, bei ihrem Besuch am Ursulinen Gymnasium. Sie erklärte, dass sie die Gäste nicht im Rathaus empfangen konnte aufgrund des verheerenden Brandes im November. Sie sprach die wichtige politische Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich an, da diese beiden Länder der Motor der EU sind. Maria Stelzl richtete außerdem den Appell „Interessieren Sie sich für Politik" an die Jugendlichen, da sie mit den Folgen der Politik leben müssen. Sie redete natürlich nicht nur über Politik, sondern auch über die innige Freundschaft, die zwischen den Austauschschülern entstanden ist. „Die Romaneser sind so lieb" zitierte sie eine begeisterte Schülerin. Unsere Schulleiterin, Frau Rosemarie Härtinger, die sich immer wieder Zeit für die Gäste aus Frankreich nahm, hob die Bedeutung von Schüleraustauschprogrammen in einem zusammenwachsenden Europa hervor.
In einem Gespräch mit dem Radiosender AWN sprachen alle über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Sprache, im Schulsystem, im alltäglichen Leben, in den Essgewohnheiten und in den Freizeitaktivitäten.
Mehrere Male standen während des Austausches auch Unterrichtsbesuche an, bei denen die jungen Franzosen erfuhren, wie Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik oder Musik in Deutschland unterrichtet werden und bei denen sie gleichzeitig ihre Deutschkenntnisse einbringen konnten. Am letzten Tag trafen sich alle Gastfamilien noch einmal zu einem gemütlichen Abschlussabend. An dieser Stelle wurden sowohl den deutschen als auch den französischen Austauschschülern von der jeweiligen Schule die Zertifikate über die Teilnahme an den Austauschprogrammen überreicht. Außerdem präsentierten alle Austauschschüler gemeinsam deutsche und französische Lieder.
Der Abschied wurde tränenreich, aber man versprach sich, sich wieder zu sehen. Denn trotz dieser kurzen Zeit der Begegnung wurden tragfähige deutsch-französische Freundschaften geschlossen.