Deutsch-Tschechische Jugendbegegnung in Flossenbürg

Gemeinsam mit ca. 60 anderen Jugendlichen aus Deutschland und der Tschechischen Republik verbrachten wir, vier Schülerinnen aus der Q11/12 gemeinsam mit Frau Schönberger, drei Tage nahe der KZ- Gedenkstätte Flossenbürg.
Am Mittwoch, den 16.03.16 brachen wir mittags gemeinsam in den Oberpfälzer Wald auf. Nach etwa 2 Stunden Fahrzeit erreichten wir nahe der tschechischen Grenze den malerischen Ort Flossenbürg. Kaum erkenntlich zeigt sich vom neuen Seminarzentrum der Gedenkstätte aus, dass vor etwa 70 Jahren hier die Häftlinge des Arbeitslagers Flossenbürg um ihr Überleben kämpften.
Wir wurden auf Deutsch, Tschechisch und Englisch begrüßt, bevor wir nach einer kurzen Begrüßungsrunde durch das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers geführt wurden. Bei eiskaltem Wind zeigte uns eine Flossenbürgerin den Aufbau des Lagers sowie die noch stehenden Gebäude und erklärte uns, wie man mit der Vergangenheit des Ortes heute umgeht.
Die Nacht verbrachten wir in einem tschechischen Hotel, bevor wir uns am nächsten Tag in verschiedenen Workshops mit der deutsch-tschechischen Geschichte während des Dritten Reiches und mit der Ausstellung "Verlorenes Gedächtnis? Orte der NS-Zwangsarbeit in der Tschechischen Republik", die im Zuge des Seminars eröffnet wurde, beschäftigten.
Ebenso besuchten wir den Steinbruch, in dem unter Führung der SS tausende Häftlinge den Tod fanden. Organisiert und finanziert wurde die Jugendbegegnung vom Institut Terezínské iniciativy, das unseren Aufenthalt spannend, interessant und informativ gestaltete.

 

Karolina Zellmeier, Q12