Bild: schmal_familie.png

Hart arbeiten und trotzdem ärmer werden?

Projekttag: 8cG durchlebt in Turnschuh-Handelsspiel den Alltag einer Familie in einem Entwicklungsland

Unter Leitung von Gerhard Wilfling, der mit seiner Familie selbst zwei Jahre als Entwicklungshelfer in Namibia gearbeitet hat, konnte die Klasse 8cG einen Nachmittag lang in den Alltag einer peruanischen Familie eintauchen.

Dabei fertigte sie für einen Großkonzern Turnschuhe, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Schnell zeigte sich, dass trotz stressiger Arbeit kaum Einnahmen zu verzeichnen waren. Obwohl die Schülerinnen mit hochroten Köpfen und lautstark zwischen Management, Bank und Politik hin und her eilten, zwangen Steuerabgaben und Krankheit, Kredite aufzunehmen. Auch der Staat gelangte in eine Wirtschaftskrise, die Inflation wurde immer höher und die Bank strebte nur nach Gewinn. So manche Familie wurde schließlich sogar kriminell, um zu überleben. Man begann zu stehlen, worauf der Staat mit Gefängnis reagierte, und eine Familie verkaufte sogar den kranken Vater!

 

Im Anschluss daran nahm sich Herr Wilfling viel Zeit, um das Spiel in die Realität zu übertragen und Aspekte wie z. B. Globalisierung, Inflation und Verarmung anzusprechen. Die Schülerinnen wendeten ihre gerade gemachten Erfahrungen an und diskutierten rege mit. Schwierig war aber dann die Antwort auf die Frage, was man denn nun gegen diesen Teufelskreis machen kann: Leider gab es für jeden Vorschlag auch Gegenargumente.

Weiter ging es mit einem gemeinsam gekochten Abendessen und mit der Übernachtung in der Schule klang der Projekttag aus.