„Ein bisschen Zierde für den Menschen"

 

Veronika Pfeilschifter (Q11) beim Ferienseminar für Begabte im Passauer Oberhaus

Um besonders begabte und sehr leistungsfähige Schülerinnen und Schüler Niederbayerns zu fördern, wird seit geraumer Zeit in Passau ein Ferienseminar angeboten. In diesem Jahr (29. Juli bis 2. August) durfte Veronika Pfeilschifter aus der Q11 daran teilnehmen: Vorlesungen über Themen aus verschiedensten Bereichen hören, in Gruppen eine Seminarzeitung gestalten und viele liebenswürdige Leute kennenlernen - so lautete die Mission für fünf wundervolle Tage.

 

Nach Gestaltung von kreativen Teamworks folgte am ersten Abend eine Vorlesung über Musik aus der Shakespeare-Zeit mit einem praktischen Teil, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das englische Volkslied „Greensleeves"  instrumental ausgestalteten und sich dann gegenseitig zusangen. Der Referent war Dr. Christian Kelnberger.

Der zweite Tag drehte sich rund um politische Themen. Gerlinde Groitl M.A. hielt sogar eine Vorlesung auf Englisch: „US Foreign Policy under Barack Obama - Myth and reality". Interessiert folgten alle Anwesenden den Erklärungen und Berichten der Dozentin. Immer wieder von Fragen begleitet, entwickelten sich die Vorlesungen zu lebhaften Diskussionen.

Am Mittwoch schon bei der Halbzeit angekommen, wussten die meisten zunächst nicht, was man sich unter dem Titel „Die Kunst des Codeknackens" vorzustellen hatte. Der äußerst sympathische Referent, Prof. Dr. Martin Kreuzer, machte die Schülerinnen und Schüler schließlich mit dem Thema Kryptographie, ihrer Verwendung im heutigen Zeitalter und ihrer speziellen Bedeutung in der Mathematik vertraut. Nach einer Stadtführung und Dombesichtigung begannen dann abends die Arbeiten für eine eigens erstellte Seminarzeitung.

Der vorletzte Tag fing mit „Neuem aus der Bio-Nanotechnologie" an, einer komplexen Materie, die durch Versuche und Erklärung über ihre Verwendung in der Praxis durch den Referenten Wolfgang Kaiser sehr anschaulich gemacht wurde.

Der zweite Teil des Donnerstags bestand in einer Autorenlesung des Heimatdichters Harald Grill. Hier hieß es zuhören und wirken lassen. Tiefsinnige und persönliche Gedichte regten zum Nachdenken und zum zur Ruhe kommen an.

Nach einer langen Arbeitsnacht des Layoutteams für die Seminarzeitung sowie einem Lagerfeuer für die Redakteure ging am Freitag dieses eindrucksvolle und durchgehend spannende Ferienseminar zu Ende.

Ausgestattet mit noch mehr Wissen und vor allem der Gewissheit, dass es sich lohnt, zu lernen, kehrten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder heim.

 

Was sich noch sagen lässt: Veranstaltungen wie diese tragen nicht nur dazu bei, Schülerinnen und Schüler zu motivieren, ihr Leben lang interessiert und wachsam zu sein, sondern schaffen auch ein Netzwerk für sie untereinander. In diesem Sinne stehen die Planungen für ein nächstes Zusammentreffen beispielsweise im Gäubodenvolksfest oder der Passauer Dult schon an.

 

Veronika Pfeilschifter, Q11