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Familien mit getrennten Eltern

 

Das Team der Offenen und Gebundenen Ganztagsschule der Ursulinen-Schulstiftung veranstaltete eine Fortbildung mit der Fachreferentin für Alleinerziehende der Diözese Regensburg, Frau Michaela Wein.

Zu Beginn stellte die Referentin die unterschiedlichsten Familienformen in der Gesellschaft vor, wie z. B. Vater – Mutter – Kind, Großmutter – Mutter – Kind, Mutter mit neuem Partner – Kind – Vater mit neuer Partnerin oder Patchwork-Familien. Familienleben ist bunt, deshalb plädierte sie für die Formulierung „Familien mit getrennten Eltern".

Alleine Erziehen ist von einer Vielfalt der Lebensverhältnisse und Problemlagen geprägt. Vor allem zu Beginn haben getrennte Eltern einen besonderen Unterstützungsbedarf. Nicht zu unterschätzen ist, dass Alleinerziehende vielfach ungewohnten Belastungen unterworfen sind: finanziell, emotional und sozial. Ihre Situation ist oftmals eine Lebenswende. Der großen Mehrheit gelingt es aber, diese Situation gut zu meistern.

Für die Kinder stellt sich die Situation als Zerreißprobe dar. Kinder wollen immer Mutter und Vater gleichermaßen lieben. Um niemanden zu verletzen, werden sie oft zu Geheimnisträgern, Erlebnisse mit dem anderen Elternteil werden verschwiegen.

Sehr anstrengend sind für die Kinder auch die Besuche im „Mama-" oder „Papa-Land". Meist gelten hier unterschiedliche Regeln, beide Eltern wünschen sich, dass sich das Kind bei ihnen wohl fühlt. Hausaufgaben z. B. werden dann nicht selten hintangestellt, weil man ja mit seinem Kind die gemeinsame Zeit am Wochenende ohne Belastung erleben will.

Frau Wein schlüsselte mit den Teilnehmern die Gefühlslage der betroffenen Kinder auf, wie z. B. Trauer, Wut, In-sich-gekehrt-Sein, Überanpassung, in der Schule optimale Leistungen zeigen. Sie ermunterte die Lehrkräfte dazu, dafür Verständnis zu zeigen, die kindlichen Probleme weder zu bagatellisieren noch zu dramatisieren. Das Kind darf erfahren, dass viele Kinder in vergleichbaren Lebenssituationen stecken, Verlässlichkeit und Sicherheit gewinnen Bedeutung.

Die Lehrkräfte und Pädagogen der beiden Ganztagsangebote der Ursulinen nutzten diese Fortbildung als intensiven Austausch über bereits gemachte Erfahrungen und bedankten sich bei Frau Michaela Wein von der Diözese Regensburg für alle Anregungen und Hinweise, was die Schule in akuten Krisensituationen, aber auch zur kontinuierlichen Begleitung der Kinder machen kann.

 

Den vollständigen Bericht über die Fortbildung gibt es hier:

Familien mit getrennten Eltern