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Gastschülerin sein und Gastschüler aufnehmen

 

Immer wieder nehmen Schülerinnen an Individualaustauschprogrammen teil und verbringen eine Zeit lang im Ausland, umgekehrt besuchen uns auch Gastschüler aus verschiedensten Ländern

- eine Bereicherung für die Austauschschülerinnen, die Schulfamilie und den Schulalltag.

Kanada

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Brasilien

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Frankreich

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... und viele weitere Länder!


Mein Auslandsaufenthalt in Kanada

Isabella Ecker berichtet


Ich habe meine drei Monate in Victoria, British Columbia in Kanada mit einer sehr lieben Gastfamilie verbracht. Diese bestand aus meinem Gastvater Wayne, meiner Gastmutter Tiffany, meinen beiden Gastschwestern Jayda und Emily, zwei Hunden, zwei Katzen und vier Babykatzen.

In der Schule (https://esquimalt.sd61.bc.ca/) hatte ich teils normale Fächer, teils auch ganz andere. Zum Beispiel gab es hier zwei Blöcke Kochen. Da bereiteten wir das Frühstück und das Mittagessen für die Schüler vor. Ende Oktober waren wir zu Besuch bei der Vic Highschool und kochten dort für die Grade 8-Schüler. Es war echt eine gute Erfahrung, da wir die Reaktionen der Schüler gesehen haben. Für dieses Mittagessen bekamen wir sehr viel Lob und auch ein Stück leckere Schokoladentorte. In den anderen zwei Blöcken hatte ich „English Language Development" und „Physics". Die Stunden in Kanada sind um einiges länger, was am Anfang sehr komisch war, da man ja eigentlich 45 Minuten gewöhnt ist und dann sind es auf einmal 83 Minuten. Bei mir fing die Schule immer um 8:28 Uhr an und dauerte von Montag bis Donnerstag bis 15:11 Uhr und Freitag nur bis 13:57 Uhr. Was an den kanadischen Schulen unterschiedlich ist, ist, dass das Schüler-Lehrer-Verhältnis einfach ganz anders ist.

An Halloween blieb ich zwar daheim, aber dafür verteilte ich Süßigkeiten an die Kinder. Und es ist echt erstaunlich, wie viele an Halloween durch die Straße ziehen! Wie unterschiedlich die Kostüme waren, sie sind einfach so süß. Mir ist in Kanada aber auch aufgefallen, dass jedes Haus dekoriert ist, auch wenn manche es etwas übertreiben.

 

Am 7.11.2015 war ich mit einer Freundin in Vancouver. Wir sind mit der Fähre zwei Stunden lang gefahren und leider hat es den ganzen Tag geregnet, deswegen haben wir uns auch nicht so viel umgeschaut. Aber eins muss man sagen: Vancouver ist riesig, zwar ist es flächenmäßig kleiner als München, dafür hat es 1 Million mehr Einwohner.


Meine Gastfamilie und ich schauten uns außerdem gemeinsam den Salmon Run an. Das ist die Zeit, in der die Lachse vom Ozean flussaufwärts zum Laichen schwimmen. Es war irgendwie eklig, da überall tote Fische lagen. Danach wanderten wir noch zu einem Wasserfall, an dem wir eine befreundete Familie trafen, die auch eine International haben.


Am 10.11. war an unserer Schule eine Versammlung, da am 11.11. der Remembrance Day, eine Art Volkstrauertag, ist. Das Orchester spielte, der Chor sang und es wurden Gedenkkränze niedergelegt. An den Tagen vor dem 11.11. tragen alle eine rote Blüte als Anstecker über dem Herz, als Zeichen für das Gedenken an die gefallenen Soldaten im 1. und 2. Weltkrieg.

Meine Zeit in Kanada war für mich eine echt gute Erfahrung und ich würde jedem empfehlen, dieses Angebot anzunehmen, wenn man die Wahl dazu hat.


Isabella Ecker


Auslandsaufenthalt in Kanada

Ebner-Zwillinge schreiben aus Nova Scotia

 

Anna-Lena schreibt ...

 

Sehr geehrte Frau Fornoff und Frau Härtinger,

 

nach über fünf Wochen in Kanada muss ich mich jetzt doch mal melden.

In dieser kurzen Zeit habe ich schon viel erlebt. Wir, meine Gastfamilie und ich, waren zum Beispiel im Meer schwimmen, haben das Peggys Cove Lighthouse, das Wahrzeichen von Nova Scotia, besichtigt, Eishockeyspiele angeschaut und waren auf einer Ahornsirup-Farm, wo uns gezeigt wurde, wie Sirup hergestellt wird. Typisch kanadisch eben!

Meine Gastfamilie ist auch toll. Sie besteht aus meinen Gasteltern, meiner elfjährigen Gastschwester, meinem 13-jährigen Gastbruder und ihren Tieren. Meine Organisationen MAP (Deutschland) und NSISP (Kanada) haben richtig gute Arbeit geleistet und alles perfekt organisiert.
Vor fast einem Monat hat auch die Schule angefangen. Jetzt bin ich halb Urschel, halb Hants East Tiger. Man spürt den High School Spirit deutlich, wenn man das riesige Gebäude, in dem man sich übrigens genauso gut wie bei den Ursulinen verlaufen kann, betritt. Meine Fächer fürs erste Semester sind Mathe, Englisch, Physik und Science. Science ist eine besondere Erfahrung für mich, weil ich in diesem Fach im Immersion Programm teilnehme, das heißt, dass Science also nicht auf englisch, sondern auf französisch unterrichtet wird. Meine Schule in Kanada (www.herh.ccrsb.ca) ist generell ziemlich unterschiedlich zu deutschen Schulen. Wir werden von den berühmten gelben Schulbussen zur Schule und wieder nach Hause gebracht, wir haben nur vier Fächer, der Unterricht fängt um 9:10 Uhr an, eine "Unterrichtsstunde" dauert eine Stunde und 15 Minuten, es gibt immer Thementage, wie zum Beispiel Pyjama Day und auch Dances.


Wie man hoffentlich sehen kann, genieße ich meine Zeit in Nova Scotia sehr. Viele Grüße aus Kanada!

 

Teresa-Sophie berichtet ...

 

Ich lebe hier mit meinen Gasteltern Wanda und Joseph und mit meiner japanischen Gastschwester Ai in einem großen Haus in Truro, einer der größten Städte meiner Provinz. Die Stadt am Bay of Fundy ist im Vergleich zu Deutschland mit ca. 12.500 Einwohnern verhältnismäßig klein. Da aber die größte Stadt nur ca. 400.000 Einwohner und ganz Nova Scotia nur 900.000 Einwohner hat, ist sie in meiner Provinz eine der größten Städte.

Meine Gastfamilie

 

Mit meiner Gastfamilie, die mich herzlich aufgenommen hat, komme ich sehr gut zurecht, ich fühle mich seit meiner Ankunft am 28. August als Teil der Familie und ich könnte mir keine bessere wünschen. Im See meiner Gastfamilie kajaken Wanda, Ai und ich gerne. Meine Gastmutter backt gerne und oft Cookies mit mir, die leider nur wenige Tage reichen, da sie so gut sind.
Meine Gastfamilie hat mit mir schon viele Sachen unternommen. Z. B. sind wir zu einem Wasserrutschenpark nach New Brunswick gefahren, haben dann dort in Moncotn eine Nacht übernachtet und am nächsten Tag sind wir zu den bekannten Felsen „Hopewell Rocks" gefahren. Dort ist zwischen Ebbe und Flut ein Höhenunterschied von mehr als 15 Metern und man kann auf dem Meeresgrund gehen.

Meine Gastmutter zeigte meiner Gastschwester und mir das nachgebaute Schiff „Hector" in Pictou, mit dem die ersten Schotten nach Nova Scotia kamen. In diesem Museum waren auch Kilts ihrer Vorfahren, die Familie besitzt bis heute welche.
Wir waren auch drei Tage in Kingston (Ontario), da meine Gastschwester dort in das einzige Militärcollege Kanadas geht. Die Fahrt dauerte über 15 Stunden, wobei wir mehrere Pausen machten. Wanda hat mir viel von New Brunswick, Quebec und Ontario gezeigt.

Meine High School

 

Meine High School ist mit mehr als 1800 Schülern mehr als viermal so groß wie das Ursulinen Gymnasium und die größte High School Nova Scotias.Nachdem ich mich am Anfang öfters verlaufen habe, finde ich jetzt meine Klassenzimmer ohne Probleme.

An meiner Schule gibt es viele „International Students" aus allen Kontinenten, außer Afrika. Das kanadische Schulsystem ist im Vergleich zum deutschen komplett anders. Nicht der Lehrer wechselt das Klassenzimmer wie in Deutschland, sondern die Schüler. In jedem Semester hat man nur vier Fächer, die man dann aber jeden Tag hat. Eine Unterrichtsstunde dauert 70 Minuten und nach der ersten Stunde, die um 8.50 Uhr beginnt, hat man um 10.00 Uhr zwanzig Minuten „Reading Period", also man soll zwanzig Minuten lang lesen, was ich persönlich ziemlich gut finde, da ich weiß, dass viele deutsche Schüler außer in der Schule gar nicht lesen. Um 10.20 Uhr ist dann bis um 10.30 Uhr Pause, danach wieder 70 Minuten Unterricht und dann 55 Minuten „Lunch". Dann folgen zwei weitere Schulstunden und um 15.00 Uhr fahre ich dann mit dem typisch amerikanischen Schulbus nach Hause.

 

Hausaufgaben bekommen wir manchmal, aber nicht immer. Bis jetzt hatte ich schon mehrere Quiz und Assignments und in jedem Fach einen Test. Die Schüler können sich ihre Fächer selbst aussuchen, aber es gibt bestimmte Fächer wie Mathe, Englisch und weitere Fächer, die sie eine bestimmte Anzahl gehabt haben müssen, da sie ansonsten ihren Abschluss nicht machen können. Es gibt neben den „normalen" Fächern auch andere wie zum Beispiel Judo, Yoga, Architektur, Ozeane, Filmproduktion und Tourismus, um nur einige zu nennen.

 

Wie in Deutschland eine Klasse zusammenhält, hält in Kanada eine ganze Schule zusammen. Wenn also ein Schulteam ein Spiel hat, kommen viele Schüler, um das Schulteam anzufeuern. Ich denke, der „school spirit" ist so groß, weil es keine richtigen Klassen gibt und man immer mit anderen Leuten im Unterricht sitzt.

Wenn jemand Geburtstag feiert, ist es typisch für Kanada, dass er viele Gäste einlädt und es eigentlich immer ein Lagerfeuer gibt. Alle sitzen in einem Kreis um das Lagerfeuer, in dem dann Hotdogs und Marshmallows gegrillt werden.
Nach dem Abendessen spielen meine Familie und ich meistens noch ein paar Spiele und jeder erzählt, wie sein Tag so war. Wenn ich Hilfe mit meinen Hausaufgaben benötige, wird mir auch immer geholfen.

 

Alles in allem bin ich froh, mich für mein Auslandsschuljahr entschieden zu haben, und möchte mich auch für die Unterstützung bedanken!

Falls jemand Interesse an einem Auslandsjahr hat, könnt ihr euch über das Sekretariat gerne an mich wenden!

 

Teresa-Sophie Ebner